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S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat


Mit S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat, dem neusten Stand-Alone-Titel, verschlägt es den Spieler erneut in die Umgebung des 1986 geschmolzenen Atomreaktors Tschernobyl. Der dritte Teil der S.T.A.L.K.E.R.-Reihe verspricht noch mehr Realismus, viele neue Schauplätze und eine verbesserte Gegner-KI. Ob die Entwickler nach dem enttäuschenden S.T.A.L.K.E.R.-Addon Clear Sky wieder am Erfolg des ersten Teils anknüpfen können, erfahren Sie in unserem Test.


Story
Im Stand-Alone Addon S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat dreht sich wieder einmal alles um die evakuierte Stadt. Dabei entführt der Titel den Spieler erneut in das Jahr 1986, in dem sich die Katastrophe von Tschernobyl nahe der Stadt Pripyat ereignete. Das Militär hat nach dieser Katastrophe die so genannte "Zone", ein hochgradig verseuchtes Gebiet, abgeriegelt und so genannte S.t.a.l.k.e.r. für die Suche nach einzigartigen Artefakten eingesetzt.

Einer dieser S.t.a.l.k.e.r. ist Agent Alexander Degtyarev, in dessen Rolle der Spieler schlüpfen darf. Sie müssen Nachforschungen über fünf Militärhubschrauber anstellen, die auf mysteriöse Weise verschwunden sind und sich dabei gegen die verschiedenen S.t.a.l.k.e.r.-Fraktionen behaupten.


Das Spiel
Nach einem kurzen Intro werden wir direkt in die Zone katapultiert und stehen plötzlich inmitten von Nichts. Da fragt man sich doch, weshalb die Entwickler kein vernünftiges Einleitungsvideo oder einen spektakuläre Einsteig inszeniert haben. Wir erhalten lediglich einige Anweisungen, die uns in Richtung der Absturzstelle eines Hubschraubers führen. Hier hätte man zumindest ein kleines Tutorial erwarten können, das Einsteigern das nötige Wissen rund ums Überleben vermittelt. Denn zum Überleben braucht man nicht nur Nahrung oder einen Strahlungsschutz, sondern muss auch geübt sein im Umgang mit dem Detektor für Anomalien oder dem PDA, das unter anderem als Kartensystem genutzt werden kann. Aber auch die verschiedenen Symbole auf dem Bildschirm geben nicht immer gleich Aufschluss darüber, um welche Funktion es sich handelt.

Dennoch haben es die Entwickler geschafft, Call of Pripyat im Vergleich zu Clear Sky einsteigerfreundlicher zu gestalten. Wichtige Gegenstände lassen sich unkompliziert per Tastendruck aufrufen und auch der Bildschirm wirkt nun aufgeräumter.

S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat

Grafik 88%
Sound 80%
Steuerung 83%
Atmosphäre 75%
Motivation 79%
Multiplayer 73%
Fazit


Fazit:
Seit dem Addon Clear Sky hat sich in der Stalker-Welt viel getan, denn die Entwickler haben einige Veränderungen vorgenommen. So haben die Jungs ein wenig am Schwierigkeitsgrad gedreht, um den Einsteig zumindest etwas einsteigerfreundlicher zu gestalten. Auch das HUD wurde einem facelift unterzogen und wichtige Gegenstände können mittels Tastendruck direkt abgerufen werden. Ja, sogar Mediziner wurden in den Basen einquartiert. Ebenfalls überzeugt haben uns die zahlreichen Nebenmissionen, die unter anderem offene Schusswechsel, Erkundungen oder unheimliche Begegnungen mit bösartigen Mutanten bieten. Leider wurden auch diesmal keine fahrbaren Untersätze ins Spiel integriert, sodass wir ständig mit der vielen Lauferei zu kämpfen hatten. Dennoch Hut ab, denn mit Call of Pripyat liefern uns die Entwickler das bislang beste S.T.A.L.K.E.R.-Addon.

Gesamtwertung 80%
Readers Rating
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