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War on Terror


Echtzeitstrategiespiele, in denen sich alles rund um den Zweiten Weltkrieg dreht, gibt es wie Sand am Meer. Das dachte sich auch die ungarische Spielschmiede Digital Reality und so präsentieren uns die Entwickler mit War on Terror ein modernes RTS, in dem der Spieler eine weltweite Verschwörung aufdecken muss. Sie führen Krieg im 21. Jahrhundert und bilden im Laufe der Zeit eine Elitetruppe aus, die die Welt vor dem Untergang bewahren soll. Ob War on Terror mit einem modernen Kriegs-Szenario überzeugend rüberkommt, erfahren Sie in unserer Review.
 
 
In War on Terror kämpfen Sie in drei Kampagnen und 23 Missionen an bekannten Schauplätzen wie Paris, Berlin, Peking oder Mexico City. Dabei steuern Sie drei unterschiedliche Fraktionen: World Forces (ähnlich wie die NATO), China (Befreiungsarmee, verfügt über moderne Waffen) und Der Orden (Bruderschaft, terroristischer Orden). 
War on Terror wird mit einem actiongeladenen Intro eingeleitet, das knallharte Feuergefechte und mitreißende Szenen zeigt. Von nun an herrscht ein neuer Konflikt …
 
 
Kampagne
Das Tutorial beginnt mit den ersten Feuergefechten auf der Gefängnisinsel Alcatraz. Dort versammelten sich am 19. Januar 2008 Touristen, um die U.S.S. Kitty Hawk, das Flaggschiff der World Force, zu bestaunen. Doch plötzlich erreichen uns beunruhigende Informationen von einem Polizisten. Ein Dutzend schwer bewaffneter Männer hat die Kontrolle über die Gefängnisinsel übernommen und hält Zivilisten als Geiseln. Es liegt nun an uns, die Geiseln zu befreien.
 
Anfangs besitzt unser Soldat zwei wichtige Passive Fertigkeiten. Zum einen verfügt er über eine Tarnung, die in Kampfsituationen aufgehoben wird und zum anderen kann er mit einem Detektor in seiner Sichtlinie liegende Einheiten enttarnen. Zusätzlich können wir drei unterschiedliche Körperhaltungen einnehmen, um uns vor den Terroristen zu schützen. Trifft man also auf eine größere Anzahl an Gegnern, sollte man den Passiv-Modus aktivieren und sich an den Einheiten vorbei schleichen. Doch unser Commander wird entdeckt und gefangen genommen. An den Absetzpunkten kann jedoch Verstärkung angefordert werden, was aber von der Anzahl der Missionspunkte abhängt.
Die Richtung der verschiedenen Zielpunkte sowie die Entfernung werden durch einen kleinen roten Zeiger angezeigt.
 
Da man oftmals auch auf bewusstlose Soldaten trifft, sollte man zusätzlich einige Sanitäter anfordern, um die Jungs wieder auf Vordermann zu bringen. Doch was geschieht, wenn eine Straße blockiert wird oder eine Mauer den Weg versperrt? Für Blockaden halten die Demomans Minen bereit, die in einem bestimmten Gebiet gelegt werden können. Fährt nun ein Fahrzeug über die Minen, wird es samt Straßenblockade in die Luft gejagt. Ebenso wichtig ist auch der Commander. Er besitzt zahlreiche Fertigkeiten und kann unter anderem Mauern mit Sprengstoffladungen in einen Trümmerhaufen verwandeln.
 
Wie am Anfang bereits erwähnt, kämpfen Sie in drei Kampagnen und 23 Missionen. Neben bekannten Schauplätzen wie Berlin und Paris, müssen wir auch in verschneiten Bergen, im dichten Dschungel oder in rauen Wüsten um den Sieg kämpfen.
 
 
Abwechslungsreiche Missionen
War on Terror bietet sehr abwechslungsreiche Mission mit optionalen Aufgaben. Die meiste Zeit sind Sie mit Geiselbefreiungen, Infiltration oder Aufklärungsoperationen beschäftigt. Die Einsätze währen aber nicht so vielfältig, wenn es nicht auch optionale oder verstecke Missionsziele geben würde. Und so kommt es immer wieder zu spannenden Wendungen, die Ihnen Missionspunkte einbringen können, vorausgesetzt man erfüllt das optionale Missionsziel. Die gesammelten Punkte können wiederum in weitere Einheiten investiert werden.
Aber trotz der abwechslungsreichen Mission hat der Spieler immer noch das letzte Wort und kann Einfluss auf den Verlauf nehmen. Sie können in einer Mission den Helden spielen und mehrere Einheiten auf die Gegner losschicken oder Sie nehmen sich etwas Zeit für taktische Züge und erledigen das Ganze mit einem Scharfschützen. Natürlich ist nicht alles so perfekt, wie es auf dem ersten Blick zu sein scheint. Da ärgert man sich schon über die ein- oder andere Straße, die mit Panzern nicht passiert werden kann. Es kann also gut möglich sein, dass man seinen Panzer bis zu einer Straßenbiegung steuert und dann nicht mehr weiterkommt. Realistisch ist es keinesfalls, denn seit wann können Panzer keine Bäume oder Zäune zum Fallen bringen. Steuert man dann auch noch mehrere Panzer auf ein Hindernis zu, kann es ziemlich mühselig werden, die Panzer aus dem Getümmel wieder zu befreien.
 
 
Von Intelligenz keine Spur
Manch einer hat sich bestimmt schon mal die Frage gestellt, wie intelligent Soldaten sein sollten. In War on Terror fragt man sich, ob die Soldaten überhaupt intelligent sind, wenn sie nicht einmal den Weg finden. Befindet sich eine Einheit außerhalb des Sichtradius, gerät sie fast außer Kontrolle. Kaum eine Einheit befolgt dann noch genaue Befehle und das zieht vor allem den Spielspaß ziemlich herunter. Die Entwickler hätten mehr Zeit in Story und KI investieren müssen, denn beides scheint noch unfertig zu sein.

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