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The Elder Scrolls IV: Oblivion


The Elderscroll IV Oblivion ist der langerwartete Nachfolger von Morrowind. Rollenspielfans auf der ganzen Welt haben sehnsüchtig auf den neuen Titel gewartet, der von Bethesda Softworks entwickelt wurde. Ob „Oblivion“ alle dagewesenen Rollenspiele in den Schatten stellen wird, erfahren Sie in unserer Review.


Ein neuer Held wird geboren
Nachdem wir ein neues Spiel gestartet haben, landen wir im Charaktererstellungsmenü, welches uns mit zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten geradezu erschlägt. Es stehen 10 Rassen zur Verfügung: Vom Mensch (Kaiserlicher, Nord, Bretone), Khajit (Löwenmensch), Argonier(Echsenmensch) bis zu den Elfen.
Jede Rasse besitzt einige Fertigkeitsboni und spezielle Eigenschaften wie z.B. Widerstandskraft gegen Krankheiten oder Wasseratmung. Das Gesicht des Charakters kann bis ins kleinste Detail angepasst werden. Wer keine Lust hat selber ein Gesicht zu erstellen, der kann die Arbeit dem Zufallsgenerator überlassen.
Leider kann die Körperstatur bzw. Körperform unseres Charakters nicht verändert werden, so dass im Spiel die ganzen Bewohner und Wachen von weitem her wie Klone aussehen.

Wir befinden uns zu Spielbeginn in einem Kerker und werden von einem weiteren Gefangenen angesprochen, der über seine zukünftige Flucht erzählt und das wir in dieser Zelle verrotten werden. Nach dieser etwas einseitigen Konversation betreten der Kaiser und seine Leibwache unseren Kerker. Der Kaiser berichtet uns, dass er uns in seinem Traum gesehen hat und er auf der Flucht vor den Mördern seines Sohnes sei. Der Fluchtweg führt glücklicherweise durch unsere Zelle, somit ergreifen wir die Chance und folgen Uriel Septim und seiner Leibwache. Der Kaiser vertraut uns ein Amulett an, das sehr wichtig zu sein scheint und bittet uns um die Erledigung einer wichtigen Aufgabe. Wir sollen den Mönch Jauffre aufsuchen, denn nur er weiß über die Existenz und den Aufenthaltsort des letzten Sohnes von Uriel Septim bescheid.

Bevor wir auf uns alleine gestellt sind, wählen wir zuerst unser Sternzeichen, welches uns einen permanenten Attributenbonus gewährleistet. Die Klasse kann aus einer Vielzahl von vorgefertigten Templates gewählt werden. Diese bestimmt unsere Kampfart wie z.B. Kampf oder Magie und unsere Hauptfertigkeiten. Der Unterschied zwischen Haupt- und Nebenfertigkeiten besteht darin, dass unsere Hauptfertigkeiten wesentlich schneller zu leveln sind. Wem die vorgefertigten Klassen nicht zusagen, kann ohne großen Aufwand seine eigenen Klassen erstellen. Nachdem wir der Kanalisation entflohen sind, erblicken wir zum ersten Mal seit längerer Zeit das Sonnenlicht. Nun kommt die Frage auf, was wir als nächstes machen wollen. Wir können uns nun entscheiden, ob wir lieber die Hauptquest machen wollen oder doch erst die nächstgelegene Stadt besuchen und uns irgendwelche Informationen von den Dorfbewohnern für eine Quest aufschnappen. Wer keine Lust auf Quests hat, kann einfach die Welt erkunden gehen und neue Dungeons oder Gebiete entdecken.

Es gibt in Cyrodiil eine Vielzahl von Nebenquests, die in den zahlreichen Städten zu finden sind. Diese Quests sind sehr abwechslungsreich gestaltet und bestehen nicht aus „Bringe diesen Gegenstand von A nach B“ oder „Erledige 10 Wölfe und bringe mir ihr Fell“. So soll man beispielsweise in einer Quest das gestohlene Gemälde einer Gräfin im Schloss finden und den Schuldigen ausfindig machen. Nun gilt es, die Schlossbewohner anzusprechen und schritt für schritt die Fragmente des Verbrechens zusammenzusetzen, bis man stichhaltige Beweise gesammelt hat, um die Gräfin bezüglich des Schuldigen zu überzeugen. In allen Städten gibt es die so genannte Magier und Kämpfergilde und es steht uns frei diesen Gilden beizutreten. Indem wir die verschiedenen Aufgaben erfüllen, die wir von der jeweiligen Gilde gestellt bekommen, können wir bis zum Gildenmeister aufsteigen. Wer keine Lust auf den strahlenden Helden hat und sich lieber den dunklen Sachen des Lebens widmen möchte, der kann der Diebesgilde oder der dunklen Bruderschaft beitreten.
Die Hauptquest ist im Gegensatz zu den hochwertigen Nebenquests eine Enttäuschung. Ein Grossteil der Questreihen besteht darin, die so genannten Obliviontore zu schließen. Oblivion ist eine Parallelwelt, die man durch die Tore betreten kann. In dieser Parallelwelt, die vergleichbar mit der Hölle ist, gilt es sich den Weg frei zu metzeln. Zudem müssen Schalter betätigen werden, um den Siegelstein zu entfernen und somit das Tor zu schließen. Aber diese Aufgabe wird spätestens nach dem dritten Mal so langweilig, dass einem der Spaß an den Obliviontorn vergeht. Die Oblivionwelt ist sehr eintönig und egal wie viel Tore wir auch schließen, wir begegnen fast immer den gleichen Gegnern und Landschaftsstrukturen. Die Siegelsteine, die man als Belohnung für das schließen der Tore bekommt, können eingesetzt werden, um unsere Ausrüstungsgegenstände mit verschiedenen magischen Effekten zu versehen. Nichtsdestotrotz hat man nach einer Weile keine Motivation mehr die Obliviontore zu schließen und ignoriert diese im weiteren Verlauf des Spiels.

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