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Prusa i3 MK3S Mod – Mosquito Upgrade


Firmwareanpassung

In unserem Artikel Prusa i3 MK3S Mod: 3D-Drucker selber bauen gibt es eine sehr gute Anleitung zum Anpassen und Flashen der Firmware für Prusa i3 MK2(S)/MK3(S) 3D-Drucker. Um den Slice Engineering Thermistor mit einem Prusa i3 MK3S 3D-Drucker betreiben zu können, ist die Implementierung der entsprechenden ADC-Tabelle erforderlich. 

Thermistor – Tabelle

Die Datei Thermistorgable.h enthält alle Thermistorvarianten, die bereits eingepflegt worden sind. Der Slice Enginerring Thermistor wurde noch nicht hinzugefügt und muss deshalb manuell implementiert werden.

Die Zeile

#if (THERMISTORHEATER_0 == 5) || (THERMISTORHEATER_1 == 5) || (THERMISTORHEATER_2 == 5) || (THERMISTORBED == 5) //100k ParCan thermistor (104GT-2)

enthält die Konfiguration des E3D V6 Thermistors, der in der Datei Configuration_prusa.h definiert ist:

#if defined(E3D_PT100_EXTRUDER_WITH_AMP)
#define TEMP_SENSOR_0 247
#elif defined(E3D_PT100_EXTRUDER_NO_AMP)
#define TEMP_SENSOR_0 148
#else
#define TEMP_SENSOR_0 5
#endif

Um den Slice Engineering Thermistor zu integrieren, wird in der Datei Thermistorgable.h hinter dem letzten if-Statement die von Slice Engineering freigegebene ADC-Tabelle eingepflegt. Dazu muss die entsprechende Tabelle an die Syntax der Marlin-Firmware, die für den Prusa i3 MK3S verwendet wird, angepasst werden. Der Einfachheithalber haben wir das bereits erledigt. Dieser Programmcode wird zwischen #endif und #define _TT_NAME(_N) temptable_ ## _N kopiert.

Thermistor-Programmcode:

// Slice Engineering 450°C Thermistor
#if (THERMISTORHEATER_0 == 800) || (THERMISTORHEATER_1 == 800) || (THERMISTORHEATER_2 == 800) || (THERMISTORBED == 800)
const short temptable_800[][2] PROGMEM = {
// Slice Engineering 450C, R25 =500 KOhm, beta25 = 3800 K, 4.7 kOhm pull-up
{22*OVERSAMPLENR,500},
{23*OVERSAMPLENR,490},
{25*OVERSAMPLENR,480},
{27*OVERSAMPLENR,470},
{29*OVERSAMPLENR,460},
{32*OVERSAMPLENR,450},
{35*OVERSAMPLENR,440},
{38*OVERSAMPLENR,430},
{41*OVERSAMPLENR,420},
{45*OVERSAMPLENR,410},
{50*OVERSAMPLENR,400},
{55*OVERSAMPLENR,390},
{60*OVERSAMPLENR,380},
{67*OVERSAMPLENR,370},
{74*OVERSAMPLENR,360},
{82*OVERSAMPLENR,350},
{91*OVERSAMPLENR,340},
{102*OVERSAMPLENR,330},
{114*OVERSAMPLENR,320},
{127*OVERSAMPLENR,310},
{143*OVERSAMPLENR,300},
{161*OVERSAMPLENR,290},
{181*OVERSAMPLENR,280},
{204*OVERSAMPLENR,270},
{229*OVERSAMPLENR,260},
{259*OVERSAMPLENR,250},
{290*OVERSAMPLENR,240},
{325*OVERSAMPLENR,230},
{364*OVERSAMPLENR,220},
{407*OVERSAMPLENR,210},
{453*OVERSAMPLENR,200},
{501*OVERSAMPLENR,190},
{551*OVERSAMPLENR,180},
{603*OVERSAMPLENR,170},
{655*OVERSAMPLENR,160},
{706*OVERSAMPLENR,150},
{755*OVERSAMPLENR,140},
{801*OVERSAMPLENR,130},
{842*OVERSAMPLENR,120},
{879*OVERSAMPLENR,110},
{910*OVERSAMPLENR,100},
{936*OVERSAMPLENR,90},
{948*OVERSAMPLENR,85},
{958*OVERSAMPLENR,80},
{975*OVERSAMPLENR,70},
{988*OVERSAMPLENR,60},
{998*OVERSAMPLENR,50},
{1006*OVERSAMPLENR,40},
{1011*OVERSAMPLENR,30},
{1013*OVERSAMPLENR,25},
{1015*OVERSAMPLENR,20},
{1018*OVERSAMPLENR,10},
{1020*OVERSAMPLENR,0 },
{1021*OVERSAMPLENR,-10},
{1022*OVERSAMPLENR,-20},
};
#endif

Anschließend wir in der Configuration_prusa.h der Thermistor definiert:

// 800 Slice Engineering Thermistor 450C
#if defined(E3D_PT100_EXTRUDER_WITH_AMP)
#define TEMP_SENSOR_0 247
#elif defined(E3D_PT100_EXTRUDER_NO_AMP)
#define TEMP_SENSOR_0 148
#else
#define TEMP_SENSOR_0 800
#endif

Da die Slice Engineering Thermistoren bei niedrigen Temperaturen eine höhere Sensitivität aufweisen, sollte außerdem folgender Parameter unter den Extruder-Einstellungen von 15 auf 5 oder 10 heruntergesetzt werden:

#define HEATER_0_MINTEMP 5

Ansonsten könnte es in einer kühleren Umgebung zu thermischen Fehlern kommen.

Um Materialien wie PEEK verarbeiten zu können, sollten natürlich auch die Maximalwerte für die Hotend-Temperatur und das Druckbett angepasst werden. Das MK52 Druckbett des Prusa i3 MK3S sollte nicht über 125°C betrieben werden. Dennoch ist es unter Umständen erforderlich, die maximale Temperatur auszureizen, wobei 135°C auf keinen Fall überschritten werden sollten. Das Mosquito Hotend kann problemlos auf bis zu 450°C aufgeheizt werden. Dennoch behalten wir uns eine kleine Reserve vor und setzen den Maximalwert auf 430°C.

// Maxtemps
#if defined(E3D_PT100_EXTRUDER_WITH_AMP) || defined(E3D_PT100_EXTRUDER_NO_AMP)
#define HEATER_0_MAXTEMP 410

#else
//#define HEATER_0_MAXTEMP 305
#define HEATER_0_MAXTEMP 430
#endif
#define HEATER_1_MAXTEMP 305
#define HEATER_2_MAXTEMP 305
// #define BED_MAXTEMP 125
#define BED_MAXTEMP 132

Wenn die Firmware zum ersten Mal angepasst und geflashed wird, sollte außerdem der Language-Modus von 1 auf 0 gesetzt werden (siehe Prusa i3 MK3S Mod: 3D-Drucker selber bauen).

Mosquito Hotend

Verpackung und Zubehör 89%
Verarbeitung 98%
Druckqualität 96%
Montage 95%
Fazit

Das Mosquito Hotend von Slice Engineering besticht durch ein innovatives Design und einer einfachen Handhabung. Aber es gibt noch weitere gute Gründe, um einen 3D-Drucker mit einem Mosquito Hotend zu erweitern. Von dem einfachen Düsenwechsel über die hohe Temperaturbeständigkeit bis hin zur geringen Wärmeverlustrate lässt das Hotend keine Wünsche offen. Von uns gibt es eine ganz klare Kaufempfehlung. Eine sehr gute Bezugsquelle dafür ist der Shop FreeForm4U.

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