3D-Drucker | Artikel | Reviews

Prusa i3 MK3S Mod: 3D-Drucker selber bauen


Upgrades

Zaribo.com hat einen weiteren Mod veröffentlicht, der das Druckvolumen in z-Richtung auf 420 mm anhebt. Des Weiteren hat Prusa3D den MK3S Bausatz, den wir bereits in unserer Einkaufsliste eingepflegt haben, veröffentlicht. Zu den Neuerungen zählen ein verbesserter Filament-Sensor, ein optimiertes Extruder-Gehäuse sowie ein optimiertes Mainboard-Gehäuse. Mittlerweile wurden auch die druckbaren STL-Dateien von Zaribo überarbeitet.

Das Hotend von E3D kann bis etwa 300°C betrieben werden. Auch hier gibt es die Möglichkeit eines Upgrades. Mit einem PT100 + PT100 Verstärker, einem V6 Plated Cooper Heater-Block und einer Plated Cooper Nozzle können Temperaturen bis 400°C erreicht werden. Jedoch sollte bedacht werden, dass das zum einen nichts für Anfänger ist und zum anderen die Extruderbauteile bei sehr hohen Temperaturen schmelzen könnten. Daher empfehlen wir mindestens ABS, Greentec Pro Carbon oder besseres Material. 

Um Materialien wie Ultem oder Peek drucken zu können, sollte ein Umbau des Hotends in Betracht gezogen werden. Das Unternehmen Slice Engineering bietet das Mosquito Hotend an, womit Temperaturen bis 450°C möglich sind. Natürlich ist der Umbau für höhere Temperaturen nicht einfach und erfordert Fachkenntnisse. Dazu wird es einen separaten Artikel geben.

Erste Druckergebnisse

Um das bestmögliche Druckergebnis zu erreichen, haben wir mit diversen Materialien experimentiert. Bei PETG und ABS spielt das Thema Warping eine nicht ganz unwesentliche Rolle. Das blaue Malerband von Scotch hat sich für kleinere Objekte bereits bewährt. Bei größeren Objekte kann es sich jedoch vom Heizbett lösen. Deshalb haben wir uns für den Dimafix Pen entschieden und sind begeistert. Ob im offenen oder geschlossenen Druckraum, ob ABS oder PETG, ab 85° C hält der Kleber einwandfrei. Zudem lässt es sich nach dem Abkühlen des Heizbetts ruckstandslos mit einem wasserbefeuchteten Tuch entfernen. 

Für diesen Artikel wurden uns freundlicherweise mehrere Materialien von diversen Herstellern zur Verfügung gestellt.

Fillamentum Filament

Das tschechische Unternehmen Fillamentum bietet Material in diversen Variationen, Farben und Größen an. Darunter auch das ABS Extrafill ABS Extrafill „Metallic Grey“, das durch zusätzliche Partikel eine glänzende Struktur aufweist. Das ABS-Filament ist qualitativ sehr hochwertig verarbeitet und gut  gewickelt. Der Filamentdurchmesser von 1.75 mm ist mit +/-0,05 mm angegeben. Das Material lässt sich bei einer Drucktemperatur von 220 – 240 °C ausgezeichnet verarbeiten und liefert ein sauberes und gleichmäßiges Druckbild mit einer konsistenten Farbe. Es gibt kein Warping, kein Stringing, keine Blobs und auch sonst keine anderen Verarbeitunsprobleme. Zudem lassen sich dank der ausgezeichneten Materialzusammenstellung Stützstrukturen sehr einfach und sauber entfernen.

Das CPE HG100 (Co-Polyester) ist ein hochtechnisches Material für den FDM 3D-Druck. Aufgrund der hohen Qualitätsstandards stellt es alle bisherigen PET-Filamente in den Schatten. Das Material ist einfach zu drucken und bietet gleichzeitig eine hohe Schlagfestigkeit, eine hohe Zugfestigkeit und eine hohe thermische Beständigkeit. Das Material ist FDA-zugelassen und zu 100% recycelbar. Während dem Druck werden keine Gerüche oder Dämpfe abgegeben. Zudem ist das Material BPA frei und umweltfreundlich. Eben ein echtes Allround-Filament, dass zusätzlich auch noch eine gute chemische Beständigkeit aufweist. Damit lassen sich vor allem schöne Dekorationsobjekte wie Vasen drucken, aber auch Bauteile für 3D-Drucker.

Das ABS Extrafill und das CPE HG100 sind mit einem Durchmesser von 1.74 mm und 2.85 mm verfügbar und werden in einem Recycelbaren Karton und einer wiederverschließbaren Verpackung mit Trocknungsmittel geliefert.

3dk.berlin Filament

Bei 3dk.berlin handelt es sich um eine Marke der Bernhardt Kunststoffverarbeitungs GmbH, die im Werk in Berlin Heiligensee Filament produziert. Das Angebot umfasst PLA, ABS, Willowflex, hitzebeständiges 3dkTOP und spezielle Filamentsorten mit einem Filamentdurchmesser von 1.75 mm und 2,85 mm sowie in diversen Spulengrößen. Die Filamente werden von 3dk.berlin nach deutschem Qualitätsstandard in Berlin produziert. Dabei setzt der Hersteller auf hochwertige Rohstoffe. Alle Filamente sind auf die Anforderungen des FDM-Drucks optimiert und überzeugen aufgrund der hohen Konstanz und Maßhaltigkeit mit gleichmäßigen Oberflächen. Das PLA-Material gibt es in zahlreichen Farben und lässt sich bei Temperaturen von 195°C – 230°C ausgezeichnet verarbeiten. Ein weiteres bemerkenswertes Material ist das sogenannte WillowFlex, das aus kompostierbarem Biokunststoff besteht und den Umweltproblemen, die das Plastikzeitalter mit sich bringt, entgegenwirkt. Das Material ist trotz niedriger Drucktemperatur (180°C-200°C) formstabil bis ca. 110°C  und lässt sich wunderbar mit PLA kombinieren. Dadurch können harte und weiche Werkstoffe miteinander kombiniert werden.

BuildTak_3

Das ABS-Material von 3dk.berlin überzeugt ebenfalls durch eine hohe Maßhaltigkeit und Rundheit. Es riecht kaum, verfügt über eine sehr hohe mechanische Belastung und eignet sich daher ausgezeichnet, um beispielsweise 3D-Drucker-Komponenten herzustellen. Für eine wesentlich bessere Wärmeformbeständigkeit bietet sich das 3dkTOP-Filament an, das mit der Nachbehandlung im normalen Umluftofen bis 230°C formstabil bleibt. Durch die optimalen Druckeigenschaften ist das Material besonders für Anwendungen im Hochleistungsbereich geeignet. Die Drucktemperatur liegt bei etwa 250 – 260°C und lässt sich demnach nicht mit jedem Druckkopf verarbeiten.

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.