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Mafia III


Der Publisher 2K hat den langersehnten dritten Teil der Mafia-Reihe nach fünf Jahren Entwicklungszeit veröffentlicht. Mit dem Open-World-Spiel geht Entwickler Hangar 13 diesmal aber völlig neue Wege und präsentiert die Geschichte im Stil einer Dokumentation, die eine kinoreife Atmosphäre verspricht. Dabei verschlägt es den Spieler ins fiktive New Bordeaux der 60er Jahre, das insbesondere durch Rassismus und dem Vietnam-Krieg geprägt ist. Ob Mafia III an die Erfolge der beiden Vorgänger anknüpfen kann, erfahren Sie in unserem Test.

Ein erbitterter Kampf beginnt

Mafia III spielt im Gegensatz zu den beiden Vorgängern nicht etwa in den 30er und 40er Jahren, sondern in der fiktiven Stadt New Bordeaux im Jahre 1968. Beim Kartendesign ließen sich die Entwickler größtenteils von der US-amerikanischen Stadt New Orleans inspirieren. Auch die Story hat sich um 180° gedreht, denn diesmal schlüpft der Spieler nicht in die Rolle eines italoamerikanischen Mafiosi, sondern durchlebt die Geschichte aus der Sicht des afroamerikanischen Lincoln Clay. Der ehemalige Soldat, der gerade aus dem Vietnam-Krieg zurückgekehrt ist, wuchs als Waisenjunge auf und schloss sich bereits in seiner Jugendzeit einer Gang an. Als er und der Rest der afroamerikanischen Mafia während eines Deals fast komplett von Sal Marcano ausgelöscht werden, schwört er Rache. Dabei stehen ihm neben Vittorio Scaletta, dem Protagonisten aus Mafia 2, Cassandra und Burke zur Seite.

 

Eine Stadt versinkt im Chaos

Die Geschichte rund um den Protagonisten Lincoln Clay kommt erst mit seinem Rachegefühl gegenüber der italienischen Mafia so richtig in Fahrt. Dabei wird sie von vielen opulenten und fantastisch inszenierten Zwischensequenzen begleitet, die wie eine Art Dokumentarfilm aufgebaut sind. Das Thema Rassismus steht hierbei ganz klar im Mittelpunkt. Lincoln muss sich während seines Rachefeldzugs immer wieder abfällige Bemerkungen von Wachleuten, Polizisten, Mafiosi und anderen hellheutigen Bürgern anhören. Dass es der Protagonist vielleicht einmal zu dem größten Mafiaboss New Bordeaux bringen könnte, ahnt zu diesem Zeitpunkt aber noch niemand. Dazu müssen unter anderem Konkurrenten ausgeschaltet werden, um den Geldfluss zu stoppen und deren Geschäfte zu unterbinden. Den ersten Stadtbezirk übernehmen wir, indem wir Prostituierte aus einem Bordell in Delray Hollow befreien und den lokalen Mafiaboss samt Wachen umlegen. Den Protagonisten steuern wir dabei stets aus der Schulterperspektive.

Insgesamt können bis zu neun Bezirke nach diesem Schema übernommen werden, wobei die kriminellen Aktivitäten auch Drogen und Waffenschmuggel umfassen. An unserer Seite sind auch die Haitianerin Cassandra, Iren Burke und Vito Scaletta, bekannt aus Mafia 2. Welche Ziele Lincoln auf der Übersichtskarte als nächstes wählt, steht ihm prinzipiell frei. Jedoch sollte der Verantwortungsbereich für seine drei Begleiter gleichmäßig aufgeteilt sein. Zusätzlich kann der Protagonist auch Unterbosse anwerben, indem er Attentate auf die Widersacher verübt, Waffen und Schmugglerware zerstört und somit die Situation unter Kontrolle bringt. Alternativ kann Lincoln die Boss-Gegner auch in alter Mafia-Manier mit wenigen Tastendrücken erledigen. Darüber hinaus gibt es auch immer wieder Missionen, in denen der er Anschläge verüben darf oder bestimmte Gruppierungen infiltriert.

 

Mafia III

Grafik 86%
Sound 88%
Steuerung 88%
Atmosphäre 82%
Motivation 79%
Multiplayer 0%
Fazit

Mafia 3 bietet eine solide Handlung und facettenreiche Charaktere, die in eine Art Dokumentarfilm perfekt in Szene gesetzt werden. Durch den verfrühten Release scheinen die Entwickler das Potential von Mafia 3 nicht ganz ausgeschöpft zu haben. Dem Spiel hätten ein paar abwechslungsreichere Missionen und weniger Bugs sicherlich gut getan. Andererseits waren die Erwartungen der Fangemeinde auch ungemein hoch und vielleicht sollte man sich auch einfach mal zurücklehnen und die eindrucksvolle Umgebung genießen.

 

Gesamtwertung 84%
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