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In 80 Tagen um die Welt



London 1899: Kurz nach seiner Rückkehr aus Amerika erfährt der junge Oliver Lavisheart, daß für ihn eine Heirat organisiert wurde. Zudem kommt sein Onkel Matthew mit einer ungewöhnlichen Bitte zu ihm, denn Oliver soll in 80 Tagen um die Welt reisen. Dabei muss er Patentschriften aus vier verschiedenen Städten beschaffen. Mithilfe dieser Dokumente kann Matthew, der bei seinen Kollegen im „Reform Haus“ und in der Familie als schwarzes Schaf gilt, endlich seinen Erfinderreichtum unter Beweis stellen.

In 80 Tagen um die Welt übernehmen Sie die Rolle des Oliver Lavisheart und müssen verschiedene Umgebungen und Schauplätze wie Cairo, Bombay, Yokohama und San Francisco erkunden. Zu Beginn des Spiels haben Sie die Qual der Wahl, denn Sie müssen sich zwischen den Schwierigkeitsgraden Tourist, Weltbummler oder Abenteurer entscheiden. Während Ihnen als Tourist unbegrenzte Zeit und mehr Geld zur Verfügung steht, müssen sich die Abenteurer mit schneller Spielgeschwindigkeit und sehr wenig Geld durchsetzen.

Nach einem kurzen Intro finden Sie sich in der ersten Stadt wieder. Das gut strukturierte Menü zeigt eine Müdigkeitsanzeige, Geld, Zeitlimit und das Inventar. Mit Geld können Sie sich beispielsweise ein Zimmer für eine Nacht mieten oder was zu essen kaufen. Ist der Energiebalken nämlich mal auf Null, fällt Oliver in Ohnmacht und wacht unausgeruht wieder auf. Zusätzlich gibt es auch noch eine Anweisungsanzeige, die für jede Mission die jeweiligen Anweisungen für einige Sekunden einblendet. Stehen Sie z.B. vor einem Bot, steht in der Anweisungsanzeige, ob ein Gegenstand zum Benutzen benötigt wird. Farblich hervorgehobene Anweisungen bedeuten, daß ein Missionsziel nicht erledigt werden muss.

Von Spannung keine Spur
Unser Held kann sich im Spiel mit allen Personen unterhalten, sich verkleiden und sogar verschiedene Vehikel wie Kamele, Elefanten oder den fliegenden Teppich benutzen und sich mit deren Hilfe fortbewegen. Ein schönes Feature ist das Beobachten der Passanten, wenn Oliver beispielsweise ein Bot klaut. Deshalb sollten Sie sich bei solchen Aktionen nicht unbedingt erwischen lassen.
Weniger spannend sind die automatisch ablaufenden Gespräche mit anderen Personen und auch von Multiple-Choice keine Spur. Auch die vielen Zwischensequenzen begeistern nicht wirklich und haben mit Jules Vernes Roman nichts zutun.

Schlechte Steuerung und einige Bugs
Bereits beim Intro hat sich ein kleiner Bug bemerkbar gemacht. Zwar kann man Dialoge theoretisch überspringen, aber aufgrund des Bugs praktisch nicht realisierbar. Auch während des Spiels lassen sich viele Gesprächen einfach nicht überspringen, was teilweise sehr ärgerlich ist. Negative Punkte erhält auch die Steuerung, die mit einem Action-Adventure wenig gemeinsam hat. Befehle werden verzögert umgesetzt, bei Nutzung von Vehikeln gibt es eine schlechte Kollisionsabfrage und Oliver bleibt öfters mal hängen. Doch eines der wichtigsten Kritikpunkt neben der Steuerung sind die Rätsel. Statt in der schnellen Zeit Rätsel zu lösen, müssen Sie sich mit Aufgaben herumschlagen und von einer Person zur anderen rennen …

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