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Call of Juarez: Bound in Blood


Ubisoft veröffentlichte im Jahr 2006 den auf Western basierenden Ego-Shooter Call of Juarez, in dem der Spieler in die Rolle von Billy und Ray schlüpfen durfte. Mit Call of Juarez: Bound in Blood präsentieren uns die polnischen Entwickler von Techland nun den zweiten Teil der Call of Juarez-Reihe, der vor den Ereignissen des ersten Teils spielt. Ob der Nachfolger das absolute Zeug zum Western-Hit hat, erfahren Sie in unserer Review.

Anders als im ersten Teil schlüpft der Spieler diesmal in die Rolle von Thomas. Ray aus der McCall-Familie ist natürlich auch mit von der Partie. Doch irgendwie meint es das Schicksal nicht gut mit den beiden, denn die Brüder missachten einen Befehl und desertieren aus der Armee, um die Farm ihrer Familie zu beschützen. Das Ganze bleibt natürlich nicht ohne Folgen, denn vor allem General Barnsby ist nicht gerade erfreut darüber und macht fortan Jagd auf die beiden. Die Reise führt Ray, Thomas und deren Bruder William bis nach Mexiko, wo der Goldschatz von Juarez gefunden werden soll.



Spielprinzip
Das Spielprinzip in Call of Juarez: Bound in Blood ist sehr einfach strukturiert. Es gibt ganze fünf Kapitel mit insgesamt 15 Mission, die allesamt abwechslungsreich und actionlastig gestaltet sind. Vor einer jeden Mission müssen Sie sich aber erst einmal für einen der beiden Brüder entscheiden, mit dem Sie dann auch die komplette Mission durchspielen können. Beide haben natürlich besondere Fähigkeiten: Ray ist Spezialist in Sachen Dynamit und ein begnadeter Revolverheld. Thomas dagegen verfügt über taktisch klügere Fähigkeiten wie z.B. dem lautlosen Töten mit dem Messer oder dem Schießen mit Pfeil und Bogen. Sehr zum Vorteil erweißt sich außerdem das Lasso von Thomas, mit dessen Hilfe der Protagonist Abgründe überwinden kann. Doch trotz der unterschiedlichen Fähigkeiten halten die beiden immer zusammen. Klettert beispielsweise Thomas auf ein Dach, packt er Ray an der Hand und zieht den Revolverhelden mit hinauf.

Die beiden sind eben unzertrennlich und mit der richtigen Taktik sogar unschlagbar. Denn die beiden erledigen im weiteren Spielverlauf einen Gegner nach dem anderen und kommen so auch an neue Waffen, die beispielsweise schneller Laden oder eine höhere Durchschlagskraft haben. Wem das nicht reicht, der kann sich in Waffenläden neue Schießeisen besorgen. Hier ist die Auswahl auch wesentlich größer.

Call of Juarez: Bound in Blood

Grafik 90%
Sound 68%
Steuerung 85%
Atmosphäre 84%
Motivation 78%
Multiplayer 83%
Fazit

Fazit: Call of Juarez: Bound in Blood hat uns zwar durch die authentische Western-Atmosphäre überzeugt, aber irgendwie auch enttäuscht. Die Missionen bieten kaum Abwechslung und laufen immer nach demselben Schema ab. Die Grafik wirkt an manchen Stellen etwas veraltet und die Synchronsprecher sind einfach unpassend gewählt. Auch einen kooperativen Modus suchen wir im Spiel vergebens. Wer dennoch auf Western-Action steht und über ein paar kleine Mankos hinwegsehen kann, sollte sich Call of Juarez: Bound in Blood nicht entgehen lassen.

Gesamtwertung 81%
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